19.05.2012 15:59 - Über uns - Impressum & Kontakt - succidia AG
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Erfolgreiche E-Mobilität

An diesem Grundsatz haben wir unsere Strategie ausgerichtet – bei unseren Förderprogrammen genauso wie bei der in diesem Jahr geschaffenen Nationalen Plattform Elektromobilität. Der Wettlauf um die besten technischen Lösungen hat bereits weltweit begonnen. Es geht längst nicht mehr darum, ob wir uns bei der Elektromobilität engagieren; vielmehr muss Deutschland in diesem Zukunftsmarkt eine führende Rolle übernehmen. Unser Ziel ist klar: Wir bauen heute die besten Autos der Welt. Und wir wollen, dass wir in Zukunft auch die besten Elektroautos der Welt bauen. Dazu brauchen wir marktfähige, alltagstaugliche Produkte. Denn von der Akzeptanz der Nutzer wird der Erfolg der Elektromobilität entscheidend abhängen. Wir brauchen Fahrzeuge, die dank ihrer Attraktivität punkten, die komfortabel sind und deren Erfindergeist begeistert – auch international. Davon profitieren die Hersteller nicht nur beim Absatz. Elektroautos tragen auch dazu bei, die sich weltweit verschärfenden Umweltanforderungen zu erfüllen. Wir müssen allerdings nicht nur an den Fahrzeugen arbeiten, sondern auch an Konzepten: Ob im öffentlichen Personennahverkehr, bei gewerblichen Verleihsystemen oder dem Zusammenspiel verschiedener Mobilitätsformen wie z.B. von Bahn und Pkw. Was alles denkbar und vor allem umsetzungsfähig ist, wird die Nationale Plattform Elektromobilität bis zum Frühjahr näher untersuchen. Die Politik kann dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen attraktiv sind – zum Beispiel mit gesonderten Parkplätze oder Fahrspuren.
In unseren acht Modellregionen Elektromobilität, die über ganz Deutschland verteilt sind, arbeiten wir bereits an all diesen Fragen. Hier testen wir die Elektromobilität unter Alltagsbedingungen. Dank dieser Demonstrationsprojekte schaffen wir die notwendige Akzeptanz für diese neue Technologie. Unser Ansatz hat sich bewährt. Ich begrüße deshalb, dass unser Vorgehen auch von der Nationalen Plattform bestätigt wird. Die Modellregionen sollen weiterentwickelt werden hin zu aussagekräftigen Schaufenstern. Diese Schaufenster sollen sich bewusst auf bestimmte Standorte oder Regionen fokussieren. Sie werden dank ihrer Größe Rückschlüsse auf die Massentauglichkeit der getesteten Elektromobilitätslösungen liefern. Schaufenster dienen auch dazu, die Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie international noch stärker sichtbar und erlebbar zu machen.
Auch das müssen wir im Blick haben, wenn wir Leitmarkt für diese Technologie werden wollen. Wir brauchen darüber hinaus Leuchtturmprojekte. Eines davon könnte z.B. unser Plus-Energie-Haus werden. Gebäude und Verkehr haben zusammen einen Anteil von etwa 70 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch. Das birgt ein enormes Einsparpotenzial. Damit wir unsere Klimaziele erreichen, wollen wir die vorhandenen Möglichkeiten optimal nutzen. Bauen und Verkehr sehen wir dabei als Einheit. Wichtig ist, dass gerade auch beim Bau von Gebäuden die Ladeinfrastruktur berücksichtigt wird. Mit unserem Plus-Energie-Haus gehen wir sogar noch weiter. An einem bewohnbaren Prototyp wollen wir demonstrieren, dass es für eine Familie möglich ist, die vom Haus produzierte Energie auch für Mobilität zu nutzen. Unser Plus-Energie-Haus erzeugt doppelt so viel Strom, wie es verbraucht. Genug, um zusätzlich ein Elektroauto vor der Tür zu betanken. Deshalb werden wir in Berlin ein Mustergebäude bauen. Mit solch innovativen Ideen kann und soll Deutschland Leitanbieter und Leitmarkt für die Elektromobilität werden. Dazu sind zwar noch einige Kraftanstrengungen notwendig. Doch die Voraussetzungen sind gut: Wir sind Europas wichtigster Automobilstandort. Hier zu Lande haben technologisch führende Unternehmen und Vorreiter einer klimagerechten Verkehrspolitik ihren Sitz. Wir stehen vor der Aufgabe und uns bietet sich gleichzeitig die Chance, dieser Technologie den entscheidenden Impuls zu geben, um die Marktfähigkeit innovativer Fahrzeuge zu beschleunigen. Wir sind auf einem guten Weg.

Dr. Peter Ramsauer – Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Ausgabe η[energie] 1 / 2011

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Ausgabe η[energie] 1 / 2011.
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