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IPCC und seine „Climategates“
IPCC und seine „Climategates“
Viele Bürger – durch die Medien von zu erwartenden Klimakatastrophen und notwendiger Rettung der Erde auf ein fast CO2-freies Leben ab 2050 eingestimmt – rieben sich am 19.1. verwundert die Augen, als sie die 3SAT-Sendung Kulturzeit sahen: „Gott Globus – Umweltschutz als Aus heiterem Himmel und so unerwartet wie der kalte und schneereiche Winter, der nach der gescheiterten Kopenhagen- Konferenz über uns hereinbrach, kam der Umschwung in den Medien gegen das „Kartell der Alarmisten“ (Prof. v. Storch) eigentlich nicht. Was war im Vorfeld geschehen? Am Anfang stand die Hockeystick Affäre (2004). Und im Dezember 2009 verloren Klimaforscher des IPCC durch einen Hackerangriff auf die britische Climate Research Unit (Hadley Center, East Anglia) weiteres Ansehen in der Fachwelt: Anhand tausender E-Mails kamen Manipulationen bei der Darstellung von Datenreihen sowie Einflussnahmen auf die Medien zur Abwehr kritischer Stimmen zutage. Im Gegensatz zu UK und USA fand der Datendiebstahl anfänglich in deutschen Medien wenig Beachtung. Die IPCC-Kunstgriffe wurden sogar kleingeredet und Kritiker fragten „Wer schützt uns vor den Klimaschützern?“ Als dann jedoch „Glaciergate“ (das von IPCC fälschlich behauptete Abschmelzen der Himalaya-Gletscher bis 2035 anstatt 2350) bekannt wurde, schmolz das mediale Ansehen des IPCC schneller als das Eis. Beispiele: Die Frankfurter Allgemeine brachte im Feuilleton am 21.1. den Beitrag „Voodoo statt Wissenschaft – Gletscherlüge des Klimarats“. In der Welt am Sonntag vom 31.1. war von Ulli Kulke der beachtliche Artikel „Was der Forscher nicht weiß macht das Klima nicht heiß“ zu finden sowie in der Welt am 20.2. „Die verlorene Unschuld der Klimaforschung“ (www.welt.de/wissenschaft/ article6470745/Die-verlorene-Unschuld-der-Klimaforschung.html). Das P.T.-Magazin 1/2010 brachte die Titelstory „Climategate – der größte Wissenschaftsskandal aller Zeiten bringt das Lügengebäude der CO2-Ideologen endgültig zum Einsturz“ (www.pt-magazin. de/newsartikel/datum/2010/01/11/climategate/). Der FOCUS hatte am 11.1. die Titelstory „Forscherstreit um die Sonne – Weil die Sonnenflecken fehlen und die Erwärmung stockt, fürchten manche Forscher eine neue Kaltzeit. Andere prophezeien neue Temperaturrekorde“. Die Züricher Weltwoche bietet ein umfangreiches „Dossier Klimakontroverse“ (www.weltwoche.ch/ index.php?id=537353). Die Hannoversche Allgemeine titelte am 6.2. „Der Weltklimarat in der Krise“ und „Ein Neuanfang“. Glaciergate hat – da Pachauris indisches Teri-Institut durch seine Hiobsbotschaften Forschungsgelder akquirierte, auch von der EU – mit dazu geführt, dass Indien, wo man nichts von verbindlichen CO2-Reduktionen hält, sich aus dem IPCC zurückzieht. Die Grenze zwischen Klimawissenschaft und Klimamissionierung sei überschritten; Umweltminister Ramesh distanzierte sich vom IPCC-Chef Pachauri. Der Spiegel vom 25.1. titelte „Schmelzendes Vertrauen“ (www.spiegel.de/spiegel/0,1518,673779,00.html) und am 29.3. „Die Wolkenschieber“. Die Welt fragte am 22.1.: „Stecken noch mehr Fehler im Weltklimabericht?“ Diese Frage lässt sich getrost mit Ja beantworten – es tauchen laufend weitere auf. Kürzlich wurde bekannt, dass keine Beweise dafür existieren, dass der behauptete Anstieg katastrophaler Ereignisse mit dem CO2-Anstieg korreliere. Auch konnte durch Satelliten entgegen konträren Behauptungen eine beginnende Wiederbegrünung der Sahara-Randzonen beobachtet werden. Und ein Abschmelzen der Himalaya-Gletscher ist nicht nur unrealistisch, sondern dürfte auch kaum die Wasserversorgung zum Erliegen bringen, da Gletscher kein Wasser erzeugen, sondern lediglich Schneefälle speichern. Die genannten „IPCCgates“ (analog Watergate) riefen eine große Enttäuschung in der Klimawissenschaft hervor. Eine weitere externe Untersuchung unter Führung der Royal Society (British Academy of Science) wurde bereits angesetzt. Die Vorkommnisse sind ein Indikator für Schlampigkeit und Hochmut im Klüngel aus Politik und Wissenschaft beim IPCC. Noch schwer wiegender erscheint mir aber zum einen, dass die Modellrechnungen mit einer etwa 4-fach zu hohen Klimasensitivität des CO2 ausgeführt wurden und damit für die Zukunft weit überhöhte Temperaturen vorhersagen und zum anderen, dass die über Jahrzehnte zu erwartende Abkühlung wegen geringer Solaraktivität ignoriert wird. Zudem nimmt IPCC noch eine etwa 10-fach zu hohe Verweilzeit der CO2-Emissionen in der Atmosphäre an. Die daraus abgeleitete Forderung nach über 90-prozentiger CO2-Reduktion bis 2050 entzieht Deutschland die industriellwirtschaftliche Basis. China lächelt als Exportweltmeister. |
Ausgabe η[energie] 2 / 2010Das komplette Heft zum kostenlosen Download finden Sie hier: zum Download Der Autor: |



