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Smart Metering
Smart MeteringVerbraucher als Energiebroker?
Was haben Stromzähler, Internettechnologie und Umweltschutz miteinander zu tun? Auf den ersten Blick recht wenig, genauer betrachtet zunehmend mehr. Die rasanten Entwicklungen auf der Basis moderner Informations- und Kommunikationstechnologie
War der Kunde von Stromanbietern bis jetzt nur passiver Abnehmer mit einem Stromzähler, der ihm den Gesamtverbrauch anzeigte, so soll er in Zukunft aktiv seinen Stromverbrauch, aber auch seine Stromeinspeisung (Photovoltaik-Anlagen) managen können. Er wird vom Consumer zum Prosumer (Professional Consumer oder Producer und Consumer).
- Elektronischer Zähler mit Möglichkeiten zur Fernsteuerung und Fernauslesung
Technisch wird der SMART-Meter aus einem EDL-Zähler und einem MUC-Controller realisiert. Der EDL-Zähler, abgeleitet von der EDL-RL (EU-Richtlinie „Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen“ 2006/32/EU, Artikel 13), erfasst elektronisch die tatsächlichen Verbräuche sowie Nutzungszeiten, so dass der Kunde selbst den Verbrauch steuern kann. Die EU-Richtlinie schreibt EDL-Zähler nur für Strom, z.B. eHZ (elektronischer Haushaltszähler), und Gas vor; Wasser ist ausgenommen. Beim Strom wird der herkömmliche elektromechanische Ferrariszähler beim Verbraucher z.B. durch den eHZ ersetzt. Die EDL-Zähler eines Verbrauchers sind über eine Datenleitung mit dem Multi-Utility-Communication-Controller verbunden. Zurzeit angebotene MUC-Controller sind in der Regel einzelne Geräte, die an einem Standort (Haus) mehrere spartenübergreifende EDL-Zähler bedienen können. Darüber hinaus können MUC-Controller auch Aufgaben aus dem Bereich Heizkostenverteilung, Lastabschaltung, Regelung von
- Wirtschaftlichkeit: Kunde als aktiver Teilnehmer am Energiemarkt, neue Akteure und Dienstleistungen, höhere Netzauslastung, privater Energiehandel im Internet, ähnlich Ebay. Daraus ergeben sich neue Akteure, Produkte und Dienstleistungen auf dem Energiemarkt. Messstellenbetreiber sind erforderlich, um den massiv erhöhten Aufwand zur Installation zu finanzieren und den Betrieb der neuen Mess- und IKT-Geräte beim Endabnehmer zu sichern. Verteilnetzbetreiber unterhalten die Energietransport- Infrastruktur und sichern die Versorgung mit Energie technisch flexibel, kostengünstig und gemäß gesetzlicher Regelungen. Die Aufgaben von Energieberatungsagenturen werden umfangreicher und vielfältiger. Entscheidend für die Umsetzungsgeschwindigkeit dieses „Internet der Energie“ ist jedoch die breite Akzeptanz der Endverbraucher, auf die erhöhte Gerätekosten und eine aktive Beteiligung zukommen. Die aktive Beteiligung kann reduziert werden, wenn eine hohe Standardisierung und Automatisierung der Infrastruktur erreicht wird. Zieht man die Entwicklung des Internets als Maßstab für die Akzeptanz und Verbreitung heran, so werden kurzfristig positive Ergebnisse nur im kleinen Rahmen möglich sein, z.B. in Form von Pilotprojekten. Trotz dieser Bedenken: Das „Internet der Energie“ wird kommen. Die Frage ist nur: Wann? |
Ausgabe η[energie] 6 / 2009
Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Ausgabe η[energie] 6 / 2009.
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