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Forschung
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Prof. Dr.-Ing. Rudolf Eggers
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CCS-Technologie für Kohlekraftwerke
CCS-Technologie für KohlekraftwerkeCO2-Abscheidung aus Oxyfuel-RauchgasenCCS-Technologien können einen Beitrag zur Reduktion der CO2- Emissionen leisten, so lange Alternativen noch nicht den gesamten Strommarkt bedienen können und setzen da an, wo gegenwärtig viel CO2 entsteht: beim Kohlekraftwerk. Eine Möglichkeit ist der Oxyfuel-Prozess, der von Daniel Köpke und Prof. Dr.-Ing. Rudolf Eggers untersucht wird, bei dem Kohle statt mit Luft mit Sauerstoff verbrannt wird. So entsteht ein Rauchgas mit wenig Stickstoff und deshalb mit hohem CO2-Anteil, was dessen Abtrennung durch Kompression und Kondensation erleichtert. Der Oxyfuel-Prozess
Der Vorteil des Oxyfuel-Prozesses ist, dass der Wasserdampfkreislauf und der Dampferzeuger sich im Wesentlichen nicht von den bisherigen Kohlekraftwerken unterscheiden und man dadurch auf etablierte Technologie zurückgreifen kann. Für die CO2-Abscheidung muss zusätzlich Energie aufgewendet werden, hier besonders an zwei Stellen: erstens die Luftzerlegung, um den Sauerstoff bereit zu stellen und zweitens der CO2-Abscheideprozess. Um die Verbrennungstemperaturen nicht zu hoch werden zu lassen, werden ca. 2/3 des gesamten Rauchgasmassenstromes wieder in den Feuerraum rezirkuliert. Das Rauchgas, welches bei der Verbrennung entsteht, besteht nicht nur aus Kohlendioxid. Neben dem Wassergehalt sind noch Anteile anderer Gase, wie z.B. Sauerstoff, Stickstoff, Argon und Komponenten, die bei der Verbrennung entstehen (NOx, SOx, CO), enthalten. Das getrocknete Rauchgas enthält also unter realistischer Beachtung der Leckagen und des Sauerstoffüberschusses etwa 80 % bis 90 % CO2. Es muss also neben der Entstickung und Entschwefelung ein weiterer Trennschritt erfolgen mit dem Ziel einen CO2-reichen Strom zu erhalten, welcher dann z.B. in salinen Aquiferen oder in aufgebeuteten Erdgas oder Erdöl-Lagerstätten gespeichert werden kann. Damit ist auch angedeutet, wo ein wesentlicher Schwerpunkt der Forschung liegt: eine langfristige Speicherung muss sichergestellt werden. Phasengleichgewichtsmessungen
Die Abscheidung einer CO2-reichen Phase wird durch eine partielle Kondensation bei hohem Druck und niedriger Temperatur erreicht. Zur Auslegung und Berechnung von CO2-Abscheideprozessen, in diesem Fall der Oxyfuel-Prozess, ist es notwendig, die Verteilung der einzelnen Komponenten des Gemisches auf die Gas- und die Flüssigphase zu kennen, dafür kann auf Zustandsgleichungen wie z.B. die Peng-Robinson-Gleichung (PR-ZGL) zurückgegriffen werden. Diese Gleichung enthält zur Berechung von Mischungsgrößen einen Parameter kij, der an Mischungsdaten angepasst werden muss. Dafür wurden Literaturdaten gesammelt und durch eigene Messungen ergänzt. Anhand dieser Daten konnte der Mischungsparameter kij angepasst werden. Als Beispiel sei hier die Bestimmung des Phasengleichgewichts des Systems CO2-Argon aufgeführt [2]. Versuchsanlage zur CO2- Verflüssigung aus realem Rauchgas
Um die theoretischen Berechnungen zu validieren, praktische Erfahrungen zu sammeln und Probleme aufzuzeigen, wurde eine Versuchsanlage zur Verflüssigung des Kohlendioxids aus realem Oxyfuel-Rauchgas aufgebaut und an den Flugstromreaktor, der am Institut für Energietechnik in Betrieb ist, angeschlossen.
r.eggers@tu-harburg.de
Literatur |
Ausgabe η[energie] 7 / 2009
Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Ausgabe η[energie] 7 / 2009.
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